Alghero liegt im Nordwesten der Insel, rund 150 Kilometer von Budoni entfernt. Das ist für sardische Verhältnisse weit aber nicht unzumutbar. Wir haben einen Tagesausflug dorthin gemacht und bereuen es nicht.
Alghero wird von den Einwohnern auch Klein-Barcelona genannt, wegen der Architektur und den katalanischen Einflüssen. Die Hafenstadt wurde im 14. Jahrhundert von Katalanen dominiert und blieb über 400 Jahre eine Enklave. Urlaubsguru Das merkt man bis heute. In den Gassen der Altstadt hört man noch Algheres, den lokalen katalanischen Dialekt, auf Straßenschildern steht es manchmal neben dem Italienischen.
Die Altstadt ist kompakt und gut zu laufen. Alte Stadtmauern aus dem Mittelalter, gotische Kirchen, enge Gassen mit kleinen Bars und Restaurants. Der Hafen liegt direkt daneben und abends ist es dort besonders schön wenn die Fischerboote zurückkommen und die Sonne ins Wasser fällt.
In der Hafenstadt kann man in einem der zahlreichen Restaurants fangfrischen Fisch probieren, während die Sonne vor den Augen untergeht und den Hafen in goldenes Licht taucht. Urlaubsguru Das klingt kitschig aber stimmt.
In der Nähe von Alghero liegt die Grotta di Nettuno, die Neptungrotte. Tief in den Kalksteinfelsen nahe Alghero liegt die Neptungrotte, eine beeindruckende Tropfsteinhöhle direkt am Meer. Man erreicht sie entweder mit dem Boot von Alghero aus oder über die berühmte Treppe mit 654 Stufen, die von oben vom Kap hinunter zur Grotte führt. Die Bootsfahrt ist schöner, die Treppe ist billiger. Beides lohnt sich.
Von Budoni aus ist Alghero ein langer Tagesausflug. Früh starten, die Stadt bis mittags erkunden, mittags gut essen, nachmittags die Grotte besichtigen und abends zurückfahren. Wer entspannter plant, übernachtet eine Nacht in Alghero und hat mehr Zeit.
