Jede Reise bringt Lektionen mit sich. Einige lernt man auf angenehme Weise, andere durch kleine Fehler. Hier sind die wichtigsten Dinge, die man auf Sardinien besser lässt, aus unserer eigenen Erfahrung und aus Gesprächen mit anderen Reisenden.
Sand mitnehmen ist illegal. Das klingt seltsam aber ist ernst gemeint. Der Sand an den sardinischen Stränden steht unter Schutz. Es gibt Kontrollen und Bußgelder können erheblich sein. Wer eine Flasche Sand als Souvenir einpacken möchte, lässt es lieber.
Ohne Sonnenschutz zum Strand gehen, besonders im Juni und Juli, ist keine gute Idee. Das Mittelmeer reflektiert das Licht und das sardinische Licht ist intensiv. Sonnenbrand kommt schneller als man denkt, gerade wenn man nach einem langen Winter aus Deutschland kommt.
Den Mietwagen nicht vollgetankt zurückgeben kostet Geld. Die meisten Anbieter berechnen einen deutlichen Aufpreis wenn man das Auto nicht mit vollem Tank zurückgibt. Kurz vor der Rückgabe tanken spart Ärger.
In Touristenorten direkt am Strand essen ohne vorher die Karte anzuschauen kann teuer werden. Manche Restaurants an frequentierten Strandlagen verlangen Preise die mit dem gebotenen Qualitätsniveau wenig zu tun haben. Kurz umschauen, vergleichen und im Zweifel fünf Minuten weggehen lohnt sich.
Den Nationalpark oder Strand betreten wenn es verboten ist, führt auf Sardinien zu echten Bußgeldern. Absperrungen und Verbotsschilder sind keine Empfehlung, sondern Vorschriften. Der Ranger der das kontrolliert kommt meistens genau dann wenn man es am wenigsten erwartet.
Am Strand ohne Aufsicht wertvolle Gegenstände lassen ist auf gut besuchten Sardinienstranden nicht ratsam. Diebstahl ist kein häufiges Problem aber es kommt vor. Handy, Portemonnaie und Kamera nimmt man mit ins Wasser oder lässt sie im Auto.
Im Hochsommer die Hauptstraßen am Wochenende ohne Zeitpuffer einplanen ist ein Fehler. Zwischen Olbia und der Costa Smeralda kann es am Samstagnachmittag Staus geben die man nicht erwartet. Wer zum Abflug muss, rechnet besser großzügig.
Und das wichtigste: Sardinien nicht übereilen. Wer eine Woche hat und jeden Tag einen anderen Teil der Insel sehen möchte, ist die ganze Zeit im Auto. Sardinien braucht Zeit. Einen Strand wirklich kennenlernen, ein Dorf abends erleben, einen Sonnenuntergang abwarten. Das ist Sardinien. Nicht die Liste der abgehakten Sehenswürdigkeiten.
