Mit dem Mietwagen durch Sardinien, warum man ohne Auto nicht weit kommt

Sardinien ist groß. Nicht in absoluten Zahlen, aber für eine Insel. Wer keine eigenen Räder hat, sieht einen Bruchteil davon. Das öffentliche Verkehrsnetz existiert, ist aber für Urlauber die flexibel sein wollen schlicht zu lückenhaft.

Wir haben für unsere Reise im Juni 2024 einen Mietwagen am Flughafen Olbia abgeholt und ihn eine Woche lang jeden Tag genutzt. Es war die richtige Entscheidung.

Die schönsten Strände Sardiniens liegen abseits der Hauptstraßen. Wer zur Cala Goloritzé möchte, muss parken und laufen. Wer die Sinis Halbinsel erkunden will, braucht ein Auto. Wer abends nach Porto Ottiolu zum Essen möchte und im Janna e Sole Resort wohnt, braucht ebenfalls ein Auto. Ohne Fahrzeug ist man an den Strand gebunden, der direkt vor der Unterkunft liegt. Das ist schön, aber nach drei Tagen möchte man meistens mehr sehen.

Auf Sardinien gilt Rechtsverkehr wie in ganz Italien. Die Straßen sind gut ausgebaut, die Beschilderung funktioniert. Was einen überraschen kann, sind die Bergstraßen im Landesinneren. Kurvenreich, schmal und manchmal ohne Leitplanke. Wer das nicht gewohnt ist, sollte langsam fahren und vorher Entwarnung geben.

Parkplätze an beliebten Stränden sind im Hochsommer ein Thema. Früh losfahren hilft. Viele Strandzugänge haben bezahlte Parkplätze, die Preise sind überschaubar. An manchen Orten gibt es wilde Parkflächen an der Straße. Nicht immer legal, aber weit verbreitet.

Benzinpreise auf Sardinien sind ähnlich wie in Deutschland, manchmal etwas höher. Tankstellen gibt es in den Orten, auf längeren Strecken im Landesinneren sollte man den Tank nicht zu leer werden lassen.

Ein praktischer Tipp: Das Navi auf dem Smartphone funktioniert in der Regel gut. In sehr abgelegenen Gegenden kann das Signal schwach sein, dann hilft eine vorher heruntergeladene Offline-Karte. Google Maps und Maps.me sind beide zuverlässig.

Wer das Fahren auf Sardinien einmal kennt, will es nicht mehr missen. Eine Küstenstraße bei gutem Wetter, das Meer links, Macchia rechts, kein Gegenverkehr weit und breit. Das ist Sardinien so wie man es sich vorstellt.