Wer mit der Fähre oder dem Flugzeug nach Sardinien kommt, landet fast immer in Olbia. Die meisten Urlauber fahren dann direkt weiter, ohne sich die Stadt näher anzuschauen. Das ist ein Fehler.
Wir haben auf unserer Reise im Juni 2024 einen Nachmittag in Olbia verbracht und dabei auch das Riesenrad besucht. Was zunächst wie eine touristische Nebensache wirkt, entpuppt sich als einer der schönsten Ausblicke die man von einer sardischen Stadt bekommen kann.
Das Riesenrad Ruota Panoramica
Das Riesenrad von Olbia befindet sich vor dem Archäologischen Museum, direkt an der Uferpromenade. Man kann es nicht übersehen, es zieht mit seinen wechselnden Farben die Menschen magisch an.
Das Riesenrad ist 36 Meter hoch und bietet von seinen Kabinen aus einen 360 Grad Panoramablick auf das Meer, den Golfo di Olbia bis hin zum Hinterland und dem Monte Limbara. Nachts ist es mit über 6500 farbigen LEDs vollständig beleuchtet.
Das fast gänzlich weiße Riesenrad hat 26 Gondeln, von denen eine schwarz ist. Es ist täglich von 10 bis 24 Uhr in Betrieb und für eine Fahrt über drei Runden zahlt man pro Person zehn Euro.
Was man von oben sieht
Der Blick von oben ist das eigentliche Highlight. Man sieht den Hafen mit den Fährschiffen, die Altstadt, die umliegenden Berge und bei gutem Wetter weit über den Golf hinaus. Seit 2019 ist das Riesenrad zum Symbol der Stadt Gallura geworden.
Besonders schön ist es abends wenn die Lichter der Stadt angehen und die Fähren im Hafen langsam erleuchtet werden. Wer Sardinien am Nachmittag oder Abend betritt, findet hier einen ungewöhnlichen ersten Eindruck der Insel.
Die Umgebung
Direkt daneben ist der Schriftzug I Love Olbia ein schönes Fotomotiv. Das Archäologische Museum gleich daneben ist ebenfalls einen Besuch wert, der Eintritt ist kostenlos und die Sammlung zeigt römische Schiffswracks und Funde aus der langen Geschichte der Stadt.
Vom Riesenrad aus läuft man in wenigen Minuten zum Corso Umberto, der Haupteinkaufsstraße Olbias, mit Bars, Restaurants, kleinen Geschäften und dem mediterranen Treiben das man von Italien kennt und in Olbia in einer ruhigeren, weniger überwältigenden Version findet.
Lohnt sich ein Abstecher nach Olbia
Ja, eindeutig. Wer vom Flughafen direkt weiterfährt, verpasst eine Stadt die mehr zu bieten hat als einen Durchgangspunkt. Ein Nachmittag reicht um den Corso Umberto zu laufen, das Museum zu besuchen und beim Riesenrad eine Runde zu drehen. Als Abschluss ein Aperitivo an der Promenade, dann weiter Richtung Budoni oder Costa Smeralda.
Das Riesenrad ist kein Muss. Aber der Ausblick von oben auf Olbia, den Hafen und die sardischen Berge dahinter ist einer von diesen Momenten, die man hinterher nicht missen möchte.






